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Die Kunst der Vergebung: Wie ich aus der Schleife der Selbstzerstörung in die Klarheit fand


Vergebung ist kein Gedanke. Sie geschieht in dem Moment, in dem Du aufhörst, Dich selbst zu verurteilen —für das, was Du gefühlt, getan oder zugelassen hast.

Vielleicht beginnt sie genau hier: im Erkennen, dass alles, was geschehen ist, Dich zu mehr Bewusstsein führen wollte.

Doch wie öffnet man sich wirklich für dieses tiefe Loslassen?


Die alte Schleife

Ich dachte lange, ich müsste es allen (anderen) recht machen, um mich sicher und gebraucht zu fühlen in dieser Welt. Dabei übersah ich meine eigenen Bedürfnisse.

So wurde ich zur Expertin im Kümmern um alle anderen, nur nicht um mich selbst —und zum Opfer meiner eigenen Muster.

Ich ließ mir zu viel gefallen, setzte keine Limits, und wurde dann „grundlos“ sauer, weil mir längst alles zu viel war. Ich flüchtete, entfernte mich von mir selbst und hielt das für normal, weil ich glaubte, ich müsste mir einfach eine noch dickere Haut wachsen lassen.

So blieb ich gefangen in der gleichen alten Schleife: Extreme & Selbstbetrug – Aushalten & Überanstrengung – Flucht – Selbstverurteilung – Still- & Klein-Haltung – zurück zu den Extremen.


Der Verlust der inneren Wirkkraft

Ich lenkte mich vom Fühlen ab und verlor durch die Selbstverleugnung zunehmendden Zugang zu meiner Selbstwirksamkeit und Lebenskraft.

Ich wusste damals nicht, wie der Mensch in seiner Realitätsschaffung funktioniert. Verzweifelt kreiste ich in meinem Gedankenkarussell aus Schuld und Angst, ohne zu bemerken, dass ich innerlich gespalten durchs Leben ging und meine Anteile einander bekämpften.

Ein inneres Zusammenspiel zwischen Gefühl und Gedanke hatte ich nie eingerichtet. Ich stand nicht zu mir selbst, weil ich mich so oft nicht einmal in mir selbst erkannte.

Der Punkt des Nicht-mehr-Könnens

Bis zum großen Knall. Nach dem letzten Streit mit meinem allerletzten narzisstischen Ex hatte ich die Schnauze gestrichen voll — von all dem.

Ich fühlte mich zerrissen, missverstanden, selbstverurteilend, kraftlos, ratlos, einfach furchtbar. Ich wollte mich nicht mehr so fühlen.

Entweder ich würde dieses Muster der Selbstzerstörung jetzt durchbrechen oder niemals glücklich und genussvoll durchs Leben gehen.

Die Begegnung mit meinem Höheren Selbst

Ich beschloss, mich auf die Suche nach mir selbst zu begeben und kontaktierte mein Höheres Ich — damals durch eine Art Hypnose.

Ich fragte, was verdammt noch mal bei mir nicht richtig lief. Die Antwort: Dass ich mein Leben lang versucht hatte, der bessere Junge zu sein — in Mädchengestalt.

Dazu hatte ich nie ein weibliches Vorbild erlebt, das ich als solches hätte annehmen können. Also musste ich — ganz ohne Vorlage und Inspiration —mein eigenes Idol werden.

Die Vision der Vereinigung

Dabei hatte ich eine Vision, ich sah, wie sich meine rechte und linke Gehirnhälfte vereinten.

Ich erkannte: Das war die Hochzeit meiner männlichen und weiblichen Seite. Die beiden trafen sich in der Mitte, strahlten in blau-weißem Licht und feierten die größte Vereinigung, die ich je erlebt hatte —selbst als Hochzeitsplanerin.


Es fühlte sich unglaublich an!

Das neue Zusammenspiel

Seitdem das Zusammenspiel meiner inneren Anteile begonnen hat, erlebe ich nie dagewesene Klarheit und Balance.

Ich begann, die Dinge in Ruhe zu Ende denken zu können, während mein Fühlen mich zu meinen Antworten leitete.

Ich lernte, meine Wahrheit zu erkennen und auszusprechen —meine eigene, die aus Gefühl und Verstand zusammenfloss.

Auch mein Atem und meine Bewegungen veränderten sich. Alles in mir und um mich herum wurde ausgewogener, fließender, genussvoller. Die Angst verschwand —die Angst vor mir selbst und all dem, dem ich in mir begegnete.

Die Erkenntnis des größeren Spiels

In dieser Ausgeglichenheit gewann ich Kraft und Zuversicht. Ich begann zu verstehen, wofür all der Schmerz gut gewesen war:

Wir sind verkörpertes Bewusstsein in seiner eigenen Evolution.

Wir leben in einer Realität gebaut auf Dualität. Irgendwann ist das eine genugund man wendet sich dem anderen zu.

Das Licht geht durch die Dunkelheit, um zu wissen, was es ist. Und es akzeptiert die Dunkelheit — denn ohne sie wäre es kein Licht.


Alles geschieht für die Entwicklung des Bewusstseins — selbsterkennendes Sein in intelligenter Bewegung.

Alles, was geschieht, geschieht für uns und wird durch uns Realität.



Die Wahl

Wir können wählen, immer und immer wieder dieselbe Schleife zu durchleben und abhängig zu bleiben von diesem bitter schmeckenden aber vertrauten Hormon-Cocktail aus Angst und Schuld.

Oder wir können den Mut haben, uns in der ganzen grauen Suppe selbst suchen zu gehen und unterwegs Frieden zu finden.

Frieden bedeutet, mit allem okay zu sein, was ist — im Innen wie im Außen.

Mit all dem, was wir erschaffen haben, alleine und gemeinsam. Und damit auch mit dem, was andere getan haben oder was wir glauben, dass sie getan haben.


Das Licht hineintragen

Wir können Licht darauf werfen, um es ans Licht zu bringen.

In Ausgeglichenheit sind wir empfänglicher für verschiedene Wahrnehmungen und standfest genug, um in die Schuhe anderer zu steigen.

Bei 8 Milliarden offiziellen Erdlingen allein gibt es da viel zu erkennen und damit unser Bewusstsein zu erweitern.

Ein starkes Licht braucht es, um all die dunklen Ecken in uns und auf sowie in diesem Planeten auszuleuchten.

Am besten ein Licht, das jedes ehemalige Opfer in sich selbst findet — denn nur das ist selbstgeneriert und damit selbstgenerierend.

Die Kaninchenlöcher — und die große Frage

Gestärkt durch mein inneres Licht stieg ich hinab in alle Kaninchenlöcher unserer Welt und erkannte:

Meine eigene innere Dynamik war der Schlüssel zu verstehen, wie diese Welt so hart und grausam werden konnte und wie die Menschheit sich so weit voneinander und von sich selbst entfernen konnte.

Komfortabel betäubt hält man Kampf aus —

aber entfaltet kein Leben.

Liebe oder Angst

Mir wurde klar: Unsere Handlungen entspringen immer nur einer von zwei Quellen:

Liebe — mit Fokus auf das höchste Wohl, einschließlich unseres eigenen,

oder Angst und Mangel, mit Fokus auf den Service an uns selbst, weil wir glauben, nicht genug zu sein — und dabei die Energie anderer anzapfen,

oft die derjenigen, die sich gebraucht, wertvoll und wichtig fühlen wollen, wenn sie geben.

Wir alle kennen dieses Muster.

Wenn wir Angst und Zweifel unbewusst begegnen, reagieren wir niedrig schwingend, ziehen mehr davon an und erschaffen Lektion um Lektion, die wir selbst unserer Seele bereitgestellt haben.

Evolution des Bewusstseins

Es führt kein Weg ums Fehler-Machen — nur hindurch.

Das Bewusstseinslevel von gestern war niedrig, damit es heute erweitert sein kann. Ohne Unterbau keine Höhe. Ohne Dunkelheit keine Tiefe.

So funktioniert Evolution — in uns und im Ganzen.

Wenn wir uns füreinander öffnen, für unsere verschiedenen Sichtweisen und Ausdrucksweisen, können wir diese Perspektiven zu unserer eigenen hinzufügen und uns selbst dort ganz neu begegnen.

Wenn wir entscheiden, andere wie uns selbst anzunehmen, können wir voneinander lernen, ohne selbst die ganze Härte der Lektion spüren zu müssen.

Die neue Erde

Wenn wir den gemeinsam durchlebten Schmerz beendet haben, entsteht Raum für Neues:

natürliche Entfaltung, interessenorientierte, entspannte, genussvolle Entwicklung auf einem Planeten, der dafür steht — einer vereinten, wunderschönen Mama Gaia.

Wir erschaffen eine Welt, deren Struktur aus Tiefe, Offenheit und Vertrauen besteht, damit Selbsterkenntnis und Leichtigkeit darin einziehen können.

Unsere Geschichte bleibt in unseren Zellen geschrieben, als Erinnerung und Weisheit —für uns und für alle kommenden Generationen und für jedes Wesen dieses Universums.

Die Erde und die Menschheit sind eine riesige Bibliothek in der Evolution des Bewusstseins.

Alles ist Teil dieses unendlichen Spiels des Lebens,

das wir nicht verlassen, sondern nur gestalten können. Und das Einzige, was darin wirklich existiert, ist das Hier und Jetzt.

Also genieß das alles!

In Liebe & Luminousity Marieke

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